Schlafmedizin und Schlaflabor

Der Schlaf und der Traum haben die Menschen schon immer sehr fasziniert, so existieren erste Aufzeichnungen von Traumbüchern bereits aus den Jahren 2000-1700 vor Christus.
Wir verbringen im Durchschnitt ca. 20 Jahre unserer Lebenszeit im Schlaf.

Der Schlaf dient der geistigen und körperlichen Erholung und Entmüdung. Für ein gutes Lebensgefühl und für subjektives Wohlbefinden ist der erholsame Schlaf von besonderer Wichtigkeit. Insbesondere die Leistungsanforderungen unserer Gesellschaft machen einen erholsamen Schlaf unabdingbar. Lebensqualität und Schlafqualität hängen eng zusammen.

Ca. 1% der Bevölkerung leiden jedoch unter ausgeprägten Schlafstörungen. Als Ursache kommen orthopädische Probleme, die Einnahme von Schlaf störenden Medikamenten, Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus durch Schichtarbeit oder auch der falsche Umgang mit Schlaf in Frage. Unter falschem Umgang mit Schlaf versteht man z.B. das Zubettzugehen zu unregelmäßigen Zeitpunkten, das Halten eines ausgedehnten Tagschlafs oder auch die Einnahme der letzten größeren Mahlzeit kurz vor dem Zubettgehen. Auf der Suche nach der Ursache von Schlafstörungen werden zunächst diese Probleme angesprochen.

Ursächlich für Schlafstörungen kann aber auch eine obstruktiv bedingte Atmungsstörung sein. Hierbei kommt es während der Schlafphasen zum Verschluss bzw. Teilverschluss der oberen Atemwege. Von dieser Schlafstörung Betroffene klagen über wiederkehrendes Schnarchen, eine morgendliche Unausgeschlafenheit sowie eine vermehrte Tagesschläfrigkeit.  Häufig berichtet das direkte Umfeld (Lebens- oder Ehepartner) über nächtliche Atempausen. Abgesehen davon, dass die geistige und körperliche Entmüdung und Erholung nicht gewährleistet ist, können diese nächtlichen Atemstörungen in der Folge zu einem erhöhten Auftreten von arteriellem Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Zuckerkrankheit führen.
 
Eine eingehende Untersuchung  beim Lungenfacharzt bzw. Schlafmediziner ist deshalb dringend erforderlich. Zur Diagnostik wird dem Betroffenen ein Aufzeichnungsrekorder mit nach Hause gegeben, der in der Nacht insbesondere Atempausen, Sauerstoffsättigung des Blutes und Herzfrequenz dokumentiert. Abhängig von den Befunden muss dann gemeinsam eine therapeutische Strategie entwickelt werden. Die  Therapiemöglichkeiten  erstrecken sich von dem Rat zur Gewichtsreduktion, bis hin zur Durchführung einer CPAP- Therapie. Im Rahmen der CPAP-Therapie werden die Betroffenen mit einem Beatmungsgerät versorgt. Durch eine Nasen- oder Ganzgesichtsmaske strömt die Luft in konstantem Druck durch die oberen Atemwege, so dass sich diese während des Schlafes nicht mehr verschließen. Mit dieser Therapie lässt sich die Atmung im Schlaf wieder normalisieren, wodurch eine gute Schlafqualität entsteht und die Erholung und Entmüdung gewährleistet wird. Betroffene fühlen sich des morgens wieder ausgeruht und leistungsfähig.