Was ist eine Lungenfibrose?

Eine Entzündung führt zu einer Zunahme des Bindegewebes in der Lunge. Bindegewebe findet sich in jeder Lunge und übernimmt in erster Linie eine Stützfunktion. Durch die zunehmende Dicke der Bindegewebsschicht  wird die Beweglichkeit der Lunge eingeschränkt, die Sauerstoffaufnahme erschwert und der Patient verspürt Luftnot. Auch Husten kann auftreten.
Die Ursachen einer solchen Entzündung können vielfältig sein. Sie kann im Rahmen von anderen Erkrankungen wie z.B. Rheuma auftreten. Auch Medikamente oder Rauchen können zu einer Lungengerüstveränderung führen.

Zu den Lungengerüsterkrankungen zählen die Exogen allergische Alveolitis (z.B. Vogelhalterlunge), die Sarkoidose, COP (= chronische organisierende Pneumonie) und Formen, die durch das Rauchen entstanden sind (RBILD= Respiratorische Bronchiolitis mit interstitieller Lungenerkrankung).

Eine wichtige Form ist ist die sogenannte idiopathische pulmonale Fibrose, bei der besondere Medikamente zum Einsatz kommen. 

Welche Symptome treten auf ?

Grundsätzlich ähneln die Symptome einer Lungenfibrose denen anderer Lungenerkrankungen und sind daher unspezifisch, das heißt, man kann an Hand der Symptome nicht unmittelbar auf die zugrunde liegende Erkrankung schließen. 

Im Vordergrund stehen Husten und Luftnot. Da eine Lungenfibrose im Rahmen anderer Erkrankungen wie zum Beispiel einem Rheuma auftreten kann, können auch Symptome dieser Erkrankungen im Vordergrund stehen. 

Es gibt auch akute Verläufe, die mit Fieber und einem stärkeren Krankheitsgefühl einhergehen, wie z.B. bei der sogenannten Vogelhalterlunge. Hierbei wird zunächst eine Lungenentzündung durch regelmäßigen Kontakt wie z.B. bei der Taubenzucht ausgelöst, die im Verlauf in eine Fibrose übergehen kann. 

Wie wird die Diagnose gestellt ?

Zunächst wird eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte) erhoben. Neben den Symptomen werden weitere Erkrankungen erfragt. Es ist wichtig zu erfahren, ob bestimmte Auslöser vorliegen, wie z.B. Rheumatische Erkrankungen, eingenommene Medikamente oder auch Risikofaktoren wie Rauchen bestehen. 

Eine Lungenfunktionsprüfung kann zeigen, ob bereits Einschränkungen der Lungenleistung bestehen. So kommt es im Rahmen von interstitiellen Lungenerkrankungen oft zu einer Versteifung der Lunge, das Lungenvolumen sinkt. Auch die Sauerstoffaufnahmefähigkeit der Lunge kann eingeschränkt sein und die gemessenen Sauerstoffwerte im Blut sind entsprechend erniedrigt. 

Ein sehr wichtiger Baustein der Diagnostik ist die Bildgebung, besonders die Computertomographie der Lunge. An Hand dieser genauen Schnittbildgebung der Lunge können oft schon Rückschlüsse auf die Ursache der Lungenfibrose gezogen werden. Manchmal ist es notwendig, dass zusätzlich eine Lungenspiegelung gemacht wird in deren Rahmen dann auch Proben aus der auffälligen Region der Lunge gewonnen werden. 

Ergänzend können Blutuntersuchungen nützlich sein. 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es ?

Wenn die Diagnose der Lungengerüsterkrankung gestellt ist, können Entscheidungen für eine Therapie getroffen werden. 

Wie schon erwähnt, gibt es verschiedenste Auslöser der Erkrankung. Wenn z.B. eine sogenannte Vogelhalterlunge zu Grunde liegt, muss die Vogelhaltung leider eingestellt werden.

Gleiches gilt für das Rauchen. Es gibt Formen von Lungengerüsterkrankungen, die sich bei Einstellen des Rauchens wieder zurückbilden. 

In manchen Fällen bleibt die Ursache der Lungenfibrose unklar. Dann können bestimmte Medikamente eingesetzt werden. Außerdem kann es sinnvoll sein, dem Patienten Sauerstoff über eine Schlauchsystem an der Nase zu applizieren. 

In besonders schweren Fällen muss auch eine Lungentransplantation erwogen werden.